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FSV-POWER DAS MAGAZIN

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Es waren sportbegeisterte Männer, die sich am 28.04.1929 beim Krämer-Schreiner in Seelbach zusammenfanden, um die seit längerem geplante Ortsgruppe des DJK zu gründen. Die Organisation der Deutschen Jugendkraft war damals schon über ganz Deutschland ausgebreitet und von beachtlicher Stärke. Leichtathletik, Fußball, Faustball und Schlagball waren die durch das DJK besonders geförderten Hauptsportarten. Wilhelm Reith ergriff damals die Initiative zur Gründung der Ortsgruppe ; ihm standen eine große Anzahl von Sportanhängern treu und unterstützend zur Seite u.a. August Gehring und Albert Bohnert. Wilhelm Reith wurde 1.Vorsitzender und gleichzeitig Ausbilder und Schiedsrichter, der die junge Gemeinschaft fest zusammenfügte. In bester Harmonie und Zusammenhalt begann eine Aufwärtsentwicklung bis 1939 politisch mit der Machtübernahme Deutschlands durch den Nationalismus eine große Wende kam und zur "Gleichschaltung der Vereine" und somit zur Auflösung des DJK Seelbach führte. Es wurde zwar weiterhin Fußball gespielt, doch die alte Einheit fehlte.

Der 2. Weltkrieg, der große Lücken in die Reihen der Fußballer riss, forderte schwere Opfer. Nur langsam trat ab 1945 eine Lockerung ein, indem die damaligen Besatzungsmächte nach und nach die Neugründung einzelner aufgelöster Vereine wieder zuließen.

Die Sportler unserer Heimatgemeinde Seelbach fanden sich zunächst in der Vereinigung "Sportfreunde Seelbach" zusammen. Dieser Gemeinschaft, die von nur kurzer Dauer war, entsagten die damaligen Angehörigen der DJK und des späteren Fußball-Sportvereins, die nach einer Selbständigkeit des Fußballsports ohne Bindung an die Leichtathletik strebten.

  • Vorsitzender - Franz Herdrich
  • Vorsitzender - Julius Haag
  • Kassierer - Otto Erlewein
  • Spielführer - Herman Reith
  • Jugendleiter - Josef Eble

 



Aus diesen Wünschen und Vorstellungen heraus resultierte die Gründungsversammlung des FSV , die am 28. Januar 1950 in das Gasthaus "Rössle" einberufen wurde. Dem Gründungsausschuss gehörten Franz Herdrich, Julius Haag, Josef Eble und Leo Lies an. Auf dieser gutbesuchten Veranstaltung konstituierte sich der Verein.

 

Am 15. Mai 1950 wechselte der Spielführer in das Amt des Schriftführers über. Der Zusammenhalt dieses "Kleeblattes" war für die weitere Zukunft des FSV Seelbach entscheidend. Die schönen Erfolge der Aktiven waren die Ergebnisse guten Trainings und echter Kameradschaft. Selbst wenn es zuweilen schwer war, sich in den Kämpfen durchzusetzen, so entwickelte sich dennoch ein bewundernswerter Elan. Die Beachtung des Vereins in der Öffentlichkeit wuchs ständig und damit der Kampfgeist der Spieler. Guter Nachwuchs wurde herangebildet, aber auch die Pflege der Geselligkeit vergaß man nicht.
Die öffentlichen Veranstaltungen des FSV Seelbach erfreuten sich eines dankbaren und ständig zahlreicher werdenden Publikums und die Erfolge auf dem grünen Rasen mehrten sich. Unter der Regie von Trainer Hans Schlegel konnte bereits 1958 die C- Klassen Meisterschaft errungen werden. 1959 wurde man bereits Meister der B-Klasse. Mit dem Aufstieg in die A-Klasse glaubte man, das sportliche Ziel erreicht zu haben, aber die erste Mannschaft erreichte noch mehr. Nach zwei Entscheidungsspielen, die in Offenburg ausgetragen wurden, stand am Ende die Meisterschaft der A-Klasse und dieser Erfolg bedeutete 1960 den Aufstieg in die II. Amateurliga.

Eine Aufwärtsentwicklung, die selbst die verwegensten Optimisten überraschte. Der FSV Seelbach war zu einem Begriff für die Anhänger des Fußballsports geworden! Die guten sportlichen Erfolge, die dem FSV Seelbach hohes Ansehen einbrachten, waren zugleich der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Anläßlich des 25-jährigen Bestehens verlieh der Südbadische Fußballverband dem Verein einen Ehrenbrief "in Anerkennung besonderer Verdienste".

Die Erfolge wurden seitens der Gemeindeverwaltung mit dem Bau eines neuen Sportgeländes gewürdigt. Der allererste Sportplatz befand sich auf der "Obertsburer Matt" auf dem Gelände der heutigen Firma Julabo. Bis zur Fertigstellung des neuen Sportgeländes mußten die Aktiven jedoch auf fremde Plätze ausweichen z.B. bei der jetzigen Firma Altenburger und sogar die "Heimspiele" auf den Sportplätzen z.B. in Kuhbach und Biberach durchführen.

Mit dem Erfolg kam aber auch die Arbeit, das Geschaffene zu erhalten und zu festigen. Die ständige Aufwärtsentwicklung im deutschen Fußball stellte auch den FSV Seelbach und seine Vereinsführung vor ständig wachsende Anforderungen. Die Verjüngung der ersten Mannschaft stand bevor, und der Verein bemühte sich um eine gezielte Förderung des Fußballnachwuchses.

1961 wurde der langjährige 1.Vorsitzende Franz Herdrich zum Ehrenvorsitzenden und der Zahnarzt Ruprecht Panther zu seinem Nachfolger in der Zeit von 1961- 1964 ernannt.

1962 konnte die Einweihung des neuen Sportgeländes (Haupt- und Trainingsplatz) "Auf der Herrenmatt" mit einem Spiel gegen den FC Emmendingen vorgenommen werden.

Damit war dem Verein die Möglichkeit gegeben, wieder "echte" Heimspiele auszutragen und ein geordnetes Training durchzuführen. 1964 wurde Artur Schönle zum neuen 1.Vorsitzenden des FSV ernannt. Diese Position hatte er bis 1973 inne und erhielt ab dem 5.Juni 1981 den Ehrenvorsitz.

Bis in das Jahr 1967 konnte die Zugehörigkeit zur II.Amateurliga erhalten werden. (1960-1967).Im gleichen Jahr erlangte der Verein seine Eintragung in das Vereinsregister.

 


 

Durch die Initiative des Vorstandes des FSV konnte der Bau eines eigenen Vereinsheimes begonnen werden. Rechtzeitig zur 40-Jahrfeier im Jahr 1969 wurde der Bau des Sportheimes fertiggestellt, am Hauptspielfeld wurde eine Tribüne angebracht und am Trainingsplatz eine Flutlichtanlage installiert.

Der 1. Mannschaft gelang es im Jahr 1971 erneut die A-Klassen-Meisterschaft zu erringen und damit die Voraussetzung für den Wiederaufstieg in die II.Amateurliga zu schaffen. Leider hielt der Erfolg trotz aller Bemühungen nur drei Jahre an. Von 1973 bis 1976 übernahm Rolf Heinitz den Vorstand und bemühte sich, jüngere Spieler in die 1.Mannschaft der A-Klasse einzubauen. Anfangs mit Erfolg, dann setzte jedoch der Effekt ein, das gute Seelbacher FSV Talente von anderen Vereinen mit entsprechenden finanziellen Mitteln abgeworben wurden.

Helmut Meier wurde 1974 zum 2.Vorsitzenden ernannt und übernahm von 1976 bis 1990 die Nachfolge von Rolf Heinitz zum 1.Vorsitzenden. In dieser Zeit holte sich die 1.Mannschaft den Vizemeister-Titel zum Abschluß des Spieljahres 1977/78. Im Spieljahr 1978/79 waren die 1. und 2. Mannschaft unter den führenden Mannschaften an der Tabellenspitze zu finden. Dieses war u.a. dem Trainer Reinhold Pfaff zu verdanken gewesen, der beide Mannschaften nach deren Abstieg zu guten Leistungen zurückgeführt hatte. Das in letzter Zeit aufgetretene Problem der Jugendarbeit konnte 1979 gelöst werden, indem der Schriftführer Emil Obergföll zusätzlich zu seinen bisherigen Vereinsaufgaben die Jugendarbeit übernahm und in dem Jahr zwei neue Jugendmannschaften aufstellen konnte.

Ebenfalls im Jahre 1979 feierte der FSV Seelbach sein 50-jähriges Vereinsjubiläum. Unter der Regie des Festpräsidenten Artur Schönle wurde das Fest zu einem vollen Erfolg, und die Festtage sind bis heute noch allen in guter Erinnerung geblieben.

Im Juli 1980 verstarb überraschend der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Franz Herdrich. In der Generalversammlung am 5. 6. 1981 wurde Artur Schönle zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Ein großer Wunsch des FSV Seelbach konnte 1982 erfüllt werden:

Am 1. November konnte der neue Trainingsplatz, der als Hartplatz angelegt wurde, in Betrieb genommen werden. Vereinsführung und Spieler danken Herrn Bürgermeister Dilger sowie den Gemeinderäten, dass sie sich für die Schaffung dieser neuen Sportanlage einsetzten. Nun waren die Voraussetzungen geschaffen, einen optimalen Trainingsbetrieb für die Spieler aller Mannschaften zu gewährleisten.

Mit Spielertrainer Johannes Deibel, der mit dem Spieljahr 1982/83 die sportliche Leitung der 1. Und 2. Mannschaft übernahm, kam neuer Aufschwung. Im ersten Jahr seiner Tätigkeit erreichte er die Vizemeisterschaft und ein Jahr später, 1984, die Meisterschaft in der Kreisliga A, was den Aufstieg in die Bezirksliga bedeutete. Die neue Spielklasse stellte an Spieler und Trainer große Anforderungen, so dass man immer ums Überleben kämpfen musste. Finanzielle Mittel, um den Spielerkader zu ergänzen, standen nicht zur Verfügung.

Im November 1985 löste Ulli Bohnert Johannes Deibel als Spielertrainer ab. Es gab noch einmal neue Motivation, doch war der Abwärtstrend, hervorgerufen durch Spielerabgänge, nicht mehr aufzuhalten. So musste die erste Mannschaft im Spieljahr 1987/88 wieder in die Kreisliga A absteigen. Mit Klaus Bing konnte ein junger, dynamischer Spielertrainer gefunden werden, der die erste Mannschaft neu formte.

Mit Rolf Giessler wurde 1989 ein Trainer verpflichtet, der sich besonders um die jüngeren Spieler kümmerte und so eine homogene Mannschaft in der Kreisliga A formte. Seine Trainerzeit reichte bis 1991.

 


 

1990 wurde Edgar Hacker in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden des FSV gewählt, nachdem Helmut Meier nach 14 Jahren Amtszeit nicht mehr kandidierte.

Ab diesem Zeitpunkt wurde die Aufbauarbeit in den Jugendmannschaften wieder verstärkt geleistet, obwohl man wußte, das es eine lange Zeit brauchen würde.

1991 begann die Zeit der relativ kurzen Trainer-Ämter :

1991-1992 Michael Giessler, 1992-1993 Hans Müller, danach Arnold Klumpp und zum Ende der Saison Norbert Münschke als Interimstrainer. Leider konnte der Abstieg aus der Kreisliga A 1993 aber nicht mehr verhindert werden. Einige erinnern sich vielleicht an den legendären letzten Spieltag in Schapbach!

Zeitgleich begannen im August 1993 die ersten Planungen für das neue Clubheim des FSV .

1993-1994 folgte Willy Wagner und im Sommer 1994 konnte der eigene Spieler Hermann Rosinski als Trainer der beiden Mannschaften gewonnen werden.

Ihm gelang es beide Mannschaften zu einer souveränen Doppelmeisterschaft 1995 zu führen. Während dieser Phase, und dies ist besonders hoch einzuschätzen, wurde mit dem Bau des neuen Clubheimes begonnen:

Clubheim

  • August 1993 - Planung zum neuen Clubheim
  • November 1994 - Baubeginn
  • März 1995 - Richtfest
  • Februar 1997 - offizielle Einweihung

In dieses Projekt, mit einer Bausumme von ca. 259.225,00 €, wurden von ca. 100 Personen ca.11.000 Stunden Eigenleistung erbracht. Ein sehr lang ersehnter Wunsch des Vereins ging in Erfüllung. Dank dem Bautrio Edgar Hacker als 1. Vorsitzender, Bauleiter Helmut Moser als 2. Vorsitzender und Roman Göppert hatte man nun endlich ordentliche Bedingungen für einen Fußballverein.

Leider konnte man sich sportlich auch nur 2 Jahre in der neuen Klasse halten und stieg 1996 erneut in die Kreisliga B ab.

 


 

Jetzt begann ein sehr großer Umbruch im Team. Acht Spieler verließen die Mannschaft, die meisten beendeten Ihre Laufbahn. Genau unterrichtet über die Situation kam Harald Keller als Trainer zur Mannschaft. Wenn die erste Saison für ihn und den Verein wirklich haarsträubend war, so wurde es nach und nach immer besser. Langsam und mit viel Geduld formte er eine Mannschaft die im Jahre 2000 die Meisterschaft und den Wiederaufstieg in die Kreisliga A bedeutete.

D. Gießler, allen bekannt als "Netzer", übernahm die Mannschaft als Trainer und wurde auf Anhieb im ersten Jahr sechster der Klasse. Aber schon im zweiten Jahr kamen die ersten Probleme, Trainerwechsel, Jürgen Vollmer und dann Martin Uhl übernahmen bis zur Winterpause, und der Kampf gegen den Abstieg bestimmten das Geschehen.

Im Januar 2003 übernahm Jürgen Herkersdorf die Mannschaft. Auf Grund des doch zu kleinen Kaders, einige Spieler waren im Sommer gekommen, war es aber wieder ein reiner Überlebenskampf in der Liga. Der Trainer trat im September 2003 zurück.

Nach mehreren internen Lösungen wurde zum Rückrundenbeginn 2004 Timo Wagenmann als Spielertrainer verpflichtet. Trotz seiner Erfahrung konnte die Mannschaft den Abstieg auch nicht mehr verhindern und man stieg in die Kreisliga B ab.

Im Sommer 2004 feierte der FSV Seelbach sein 75-jähriges Jubiläum mit dem
Top-Spiel SV Linx gegen den KSC und einem großen Fest unter anderem mit dem
Revival der Ramonas und einer Radio-Ohr Party.

Wenn man auch zu Anfang der Saison in der neuen Spielklasse sehr optimistisch war so bemerkte man doch schnell, dass insbesondere auf Grund des kleinen Kaders ein vorderer Platz nicht möglich sein wird.

Zur Winterpause 2004/2005 übernahm „Netzer“ Detlef Giessler wieder das Team und zur Saison 2005/2006 wurde Edy Lauer als Trainer verpflichtet. Stolz kann man beim FSV sein dass zur neuen Saison einige A-Jugendspieler der frischgebackenen Meistermannschaft den Kader verstärken.